Christian Hölbling: „Die große Helfried Gala“

Helfried

Zwanghaft ist er, der Herr Helfried, aber auch mit gehörig viel Hinterlist ausgestattet. Daher kommt es auch, dass er mit einem verschmitzten Lächeln rät, sich einen Pudelhund am besten als Fondue schmecken zu lassen. Selbst Kellerasseln lässt er in die Teller prasseln.

In der großen Helfried Gala hat aber nicht nur Helfried selbst seinen Auftritt. Auch die bigotte Tante Hedwig und der snobistische Ministerialrat Gerd Schuster geben sich die Ehre: Sie reißt es zwischen Formal-Katholizismus und „Fescher Lola“ hin und her, er gibt einen grotesken Entertainer, der, weil er der Verrohung der Gesellschaft entgegenwirken will, zum Samenspenden geht.

Angesichts dessen, wie Hölbling seinen Figuren Form und Farbe verleiht, gerät nicht nur immer wieder sein Publikum mit Regelmäßigkeit in Ekstase. Auch die Kritik jubelt:
„Helfried ist die zum Wahnsinn geronnene Normalität“, urteilen die Salzburger Nachrichten. „Helfrieds Humor ist rabenschwarz, und das ist kein Wunder, denn sein Schöpfer ist Österreicher“, stellt die Kölnische Rundschau fest. Und die Kleine Zeitung meint: „Die wohldosierte Grimasse zeigt Hölbling als legitimen Nachfolger eines Stan Laurel oder Buster Keaton.

Helfried wurde unter anderem mit dem Grazer Kleinkunstvogel, dem Künstlerpreis des Tollwood-Festivals in München sowie dem Bonner Prix Pantheon ausgezeichnet.

Datum: 
Freitag, 28. Oktober 2011 - 20:00 - 22:00
Eintritt: 
18 / 16 / 14