Andreas Renoldner. „Endstation Wendeplatz“

Endstation Wendeplatz

Um einer Delogierung zu entgehen, übersiedelt Dagmar in ihren Kombi und versucht ein Leben als Stadtnomadin, wie sie das nennt.

Dabei steht sie zuerst einmal vor lebenspraktischen Problemen wie Einkommen, Stellplatz, Verpflegung bis Wäsche waschen oder duschen. Um nicht alleine in zu große Angst zu geraten, gerät sie in eine Liebesgeschichte mit einem neuen Bekannten, der vielleicht selber ein Stadtnomade ist? So genau erfährt sie das selber nicht.

"....  Auf die Frage nach dem Begriff Jobbörse bringt mir die Suchmaschine mehr als fünf Millionen Ergebnisse. Mit so viel Arbeit habe ich bei der Arbeitssuche tatsächlich nicht gerechnet. Schon die erste Seite, die ich aufmache, behauptet, mehr als zehntausend freie Stellen anbieten zu können. Wenn ich das mit fünf Millionen multipliziere, komme ich auf doppelt so viele freie Stellen als Menschen auf der Erde leben, ungefähr. Irgendetwas kann bei diesem System also nicht stimmen. In diesem Internet steckt mehr als der Wirklichkeit möglich ist ..."

Andreas Renoldner, geb. 1957 in Linz, seit 1988 freischaffender Schriftsteller. Lebte von 1985 bis 2006 im Raum Steyr. 12 Romane veröffentlicht, zuletzt: „Lavendel vom Col de L’Homme Mort – 12 Briefe an Petrarca“ und „Renato“, Verlag Kitab, Klagenfurt. 22 Hörspiele produziert, zuletzt „Hochstand“, WDR. „Freie Radikale“, ORF / Ö1. Preise u.a. „Linzer Geschichtenschreiber“, Staatsstipendien für Literatur, Kulturpreis des Landes Oberösterreich. – Mehr auch unter: www.renoldner.at

"... mit "Endstation Wendeplatz" ist Renoldner weder in Sozialpornografie noch ins Moralisieren verfallen. Bravo!"

Datum: 
Freitag, 21. Januar 2011 - 20:00
Eintritt: 
10 / 8 / 6