Hazrat Inayat Khan: „Die Musik des Lebens“

HIK

Die Begegnung mit dem Anderen? Die Einheit einer globalisierten Welt? Die Bewahrung unserer Verschiedenartigkeit und Einmaligkeit im Aufeinandertreffen der Kulturen? Alles Fragestellungen für eine zukünftige Welt der fairen Chancen für alle, die aber keineswegs neu sind.

Dieser Themenabend beschäftigt sich mit dem Begründer des universellen Sufismus und seinem Wirken in der westlichen Welt. Bereits vor hundert Jahren hat er sich mit der geheimnisvollen Verbindung der ganzen Welt beschäftigt. Seine Botschaften und Lehren zu einem Leben in Harmonie (zu gegenseitiger Toleranz /Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme, zum Geist der Brüderlichkeit und zur Verantwortung des Menschen gegenüber der Welt und seiner Mitmenschen) haben viele Geisteshaltungen in Europa und Amerika maßgeblich beeinflusst.

Hazrat Pir-o-Murshid Inayat Khan wurde am 5. Juli 1882 in der indischen Stadt Baroda geboren. Das Haus seiner hochangesehenen Familie war ein Treffpunkt von Mystikern, Musikern und Gelehrten und war durchdrungen vom Geist mystischer Religiosität und von der Liebe zur klassischen indischen Musik.
Schon in jungen Jahren wurde er zu einem Meister der Vina und des Gesanges und es wurde ihm der Titel „Tansen“ – bedeutendster Musiker Indiens – verliehen.
Sein geistiger Lehrer war  der Sufi-Meister Kwaja Abu Hashim Madani, der dem Sufi-Orden der Chishti angehörte. Dieser gab ihm den Auftrag: „Ziehe hinaus in die Welt und bringe den Osten und den Westen mit deiner Musik in Einklang.“

Hazrat Inayat Khan verließ 1913 Indien und reiste durch viele Länder Europas und Amerikas, lebte in Frankreich und begründete den universellen Sufismus. Im Herbst 1926 kehrte er nach Indien zurück, wo er am 5. Februar 1927 in Neu-Delhi an den Folgen von Fieber starb.

„Die Lehre des Sufismus ist weder eine Religion noch eine Philosophie, vielmehr vereinigt sie beides in sich und baut eine Brücke über die Unterschiede hinweg, die Menschen und Religionen trennen. Sie tastet keine Religion und kein Glaubensbekenntnis an und bindet ihre Anhänger an keine Dogmen. Deshalb können alle den Sufiweg gehen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit.“

Konzept & Präsentation: Helmut Schönleitner

Datum: 
Freitag, 23. Oktober 2009 - 20:00
Eintritt: 
12 / 10 / 8