Weltbilder

Weltbilder

Oberflächlich gesehen leben wir in einer Welt mit endlos vielen Grenzen – nicht nur geographisch, sondern auch ideologisch, ethnisch, kulturell, religiös und gesellschaftlich. Bei genauerer Betrachtung erkennt man allerdings, dass die Welt und ihre Menschen wesentlich mehr miteinander verbunden sind.

Wir leben in einem Zeitalter großer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer und struktureller Umbrüche – die zukünftigen Aufgaben können nur durch universelles Denken und Handeln gemeistert werden. Neoliberalismus, Globalisierung und Modernisierung schreiten unaufhaltsam voran. 

Wenn man allerdings die Entwicklung der Welt von ökologischen, geistigen, humanitären und sozialen Standpunkten aus betrachtet, erkennt man sehr rasch, dass wir in fast allem voneinander abhängig sind und wir uns nur in gemeinsamen weltweiten Anstrengungen vor dem ökologischen und gesellschaftlichen Kollaps bewahren können. Die heutigen Informations- und Kommunikationssysteme lassen theoretisch die Weltherrschaft einer einzelnen Macht möglich erscheinen. Doch dies würde Gewalt, Rivalität und kulturelle und soziale Unterdrückung mit sich bringen. Chaos und Untergang wären die Folge. Aber man kann die Zukunft der Menschheit auch ganz anders andenken: als globales Bestreben um eine universelle Welt des gegenseitigen Respekts und der Liebe. 

Viele großartige MeisterInnen haben bereits auf diesem Planeten gelebt, gearbeitet und gelehrt – sie haben ein großartiges Erbe als Basis für die nächsten Generationen hinterlassen.

Ziel der AKKU Weltbilder ist es, einen wertfreien Auszug aus der Vielzahl von künstlerischen, religiösen, mystischen, philosophischen, sozialen und humanitären Weltanschauungen auf verständliche Art zu präsentieren und den gemeinsamen Sinn auch bei sich widersprechenden Meinungen und Denkweisen zu suchen. Mit diesem Themenschwerpunkt möchten wir die Köpfe der Menschen zum Mitdenken und die Herzen zum Mitschwingen anregen und neue Perspektiven für ein zukünftiges, universelles Weltbild mitgestalten. 

"... Wir werden in dieser Welt ständig einem neuen Anderen begegnen, der langsam aus dem Chaos und der Verwirrung der Gegenwart auftaucht. Vielleicht entsteht dieser Andere aus dem Aufeinandertreffen zweier gegensätzlicher Strömungen, die heute die Kultur der Welt prägen - der Globalisierung der Wirklichkeit und der Strömung, ausgerichtet auf die Bewahrung unserer Verschiedenartigkeit, unserer Unterschiede, unserer Einmaligkeit. Vielleicht wird der Andere Resultat und Erbe dieser Strömungen sein. Daher tun wir gut daran, den Dialog und die Verständigung mit ihm zu suchen."
(Ryszard Kapuscinski – Der Andere)

Idee / Konzept / Gesamtleitung: Helmut Schönleitner